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BAG-S Newsletter 4 April 2010

BAG-S Newsletter Mai 2010

 

Inhalt:

1. Kriminalpolitik
2. Aus den Bundesländern
3. Material, Internet, Medien, Presse
4. Termine im Mai 2010 / Ausschreibungen



1. Kriminalpolitik

Geldstrafen sollen innerhalb der EU gegenseitig anerkannt werden
Die Bundesregierung hat im April 2010 einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem Geldstrafen und -bußen innerhalb der EU gegenseitig anerkannt werden sollen. Damit wird der Rahmenbeschlusses des Rates der Europäischen Union von Anfang 2005 umgesetzt. Hindernisse, die bisher bei der grenzüberschreitenden Vollstreckung von Geldsanktionen bestehen, würden durch den Beschluss behoben. Zudem würde die grundsätzliche Verpflichtung den Rahmenbeschluss prägen, eine in einem EU-Mitgliedstaat rechtskräftige Geldstrafe oder -buße anzuerkennen.
http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_04/2010_107/06.html

Mehr Rechtsschutz bei überlangen Prozessen
Mit dem Gesetzentwurf der Bundesjustizministerin "über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren" soll eine Rechtsschutzlücke geschlossen werden, die sowohl den Anforderungen des Grundgesetzes als auch der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht.
Der Gesetzentwurf sieht im Falle von überlangen Gerichtsverfahren vor, einen Entschädigungsanspruch gegen den Staat zu schaffen, über den die Oberlandesgerichte entscheiden sollen. Bei einer Verletzung des Rechts auf angemessene Verfahrensdauer sollen dem Betroffenen die aus der überlangen Dauer resultierenden Nachteile ersetzt werden, wobei der Ersatz die materiellen Nachteile sowie gegebenfalls auch die immateriellen Nachteile umfassen soll.
http://www.bmj.de/verfahrensdauer

Entwurf eines Gesetzes zur Intensivierung des Einsatzes von Videokonferenztechnik in gerichtlichen und staatsanwaltschaftlichen Verfahren
Der in den Bundestag eingebrachte, aber noch nicht beratene Gesetzentwurf "zur Intensivierung des Einsatzes von Videokonferenztechnik in gerichtlichen und staatsanwaltschaftlichen Verfahren" des Bundesrates sieht die Möglichkeit vor, die Nutzung von Videokonferenztechnik in den Verfahrensordnungen für die unterschiedlichsten Beteiligten konsequent zu erweitern.
Nach dem Entwurf hätte sich die Nutzung der Videokonferenztechnik in der gerichtlichen Praxis noch nicht durchgesetzt, was zum einen auf die oftmals fehlende technische Ausstattung zurückzuführen sei, zum anderen aber auch auf Verfahrensordnungen, nach denen die Beteiligten ihr Einverständnis zum Einsatz von Videokonferenztechnik geben müssten. Die Vorteile der verstärkten Nutzung des Einsatzes von Videokonferenztechnik in gerichtlichen und staatsanwaltschaftlichen Verfahren würden aber in einer Verfahrensbeschleunigung sowie in einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit liegen. Durch den geringeren zeitlichen Aufwand wäre eine Terminierung oftmals leichter durchzuführen und Reisetätigkeiten könnten eingeschränkt werden.
Zu diesem Zweck sieht der Gesetzentwurf vor, das Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG), die Zivilprozessordnung (ZPO), die Finanzgerichtsordnung (FGO), die Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), das Sozialgerichtsgesetz (SGG), die Strafprozessordnung (StPO), das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) sowie das Kostenverzeichnis zum Gerichtskostengesetz entsprechend zu ändern.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/012/1701224.pdf

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2. Aus den Bundesländern

Baden-Württemberg

Resozialisierungsfonds Dr. Traugott Bender gewährt entlassenen Straftätern für den Start in ein ehrliches Leben Darlehen für die Regulierung ihrer Schulden
Der 1974 gegründete Resozialisierungsfonds Dr. Traugott Bender kann haftentlassenen Strafttätern aus Baden-Württemberg ein zinsloses Darlehen zur Rückzahlung von Schulden gewähren. Diese dürfen mit dem geliehene Geld keine laufende Kosten begleichen, sondern müssen es ausschliesslich zur Schuldentilgung eingesetzen und binnen fünf Jahren in Raten zurückzahlen. So soll haftentlassenen Strafttätern die Möglichkeit für einen schuldenfreien Neuanfang gegeben werden.
Insgesamt konnten im Jahr 2009 mit 460.000 Euro Forderungen in Höhe von 2.15 Mio. Euro abgelöst werden.
http://www.jum.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1252594/index.html?ROOT=1153239
 

Mecklenburg-Vorpommern

Zusammenführung der Sozialen Dienste der Justiz, der Führungsaufsichtstellen und der forensische Ambulanz in einer Landesbehörde
Mecklenburg-Vorpommern plant die Bildung einer Landesbehörde zur Betreuung von rückfallgefährdeten Sexual- und Gewaltstraftätern, die unter Führungsaufsicht stehen. In dieser Behörde sollen die Führungsaufsicht, die Sozialen Dienste und eine forensische Ambulanz zur psychologischen Arbeit mit Haftentlassenen zusammengefasst werden.
http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/jm/?&pid=18399
 

Nordrhein-Westfalen

Das Projekt "Schattenkultur" zeigt Kunst von Gefangenen in Moers
Ab dem 2. Mai 2010 präsentieren Gefangene aus ganz Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 Kunst- und Kulturprojekte im Alten Hafthaus in Moers. Die Häftlinge setzen sich in diesen Projekten sowohl mit der eigenen Lebensgeschichte als auch mit der ihrer Opfer auseinander. Das Programm "Schattenkultur" wird bis Ende September 2010 zu sehen sein.
http://www.nrw.de/presse/schattenkultur-8805/

Rechtsausschusssitzung "Besonderes Vorkommnis in der JVA Remscheid am 11.04.2010"
Unter dem folgenden Link finden Sie die Rede der nordrhein-westfälischen Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter vor dem Rechtsausschuss, der am 11. April 2010 anlässlich des Tötungsdeliktes in der JVA Remscheid eine Sitzung abgehalten hat.
In ihrem Schlusswort warnt Frau Müller-Piepenkötter davor, aufgrund der Ereignisse in der JVA Remscheid die Einrichtung des Langzeitbesuchs zu verurteilen. Langzeitbesuche würden in Nordrhein-Westfalen seit 1989 praktiziert und jährlich würden landesweit Tausende solcher Besuche durchgeführt werden. In den vergangenen zehn Jahren wären es insgesamt circa 80.000 Besuche gewesen, ohne dass es Beanstandungen gegeben hätte. Diese Langzeitbesuche wären als Ausgangspunkt für tragfähige Beziehungen anzusehen, die ein wichtiger Beitrag für die Resozialisierung und damit für die Sicherheit der gesamten Gesellschaft seien.
http://www.justiz.nrw.de/Presse/reden/10-04-14/index.php

Psychiatrie-Abteilung in Vollzugsklinik Fröndenberg
In der Psychiatrie-Abteilung der Vollzugsklinik Fröndenberg ist aufgrund der hohen Anzahl von Inhaftierten mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen die Bettenkapazität von 30 auf 60 verdoppelt worden.
http://www.justiz-nrw.de/Presse/PresseJM/10_04_08/index.php

Abschlussbericht der Enquetekommission zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine effektive Präventionspolitik in Nordrhein-Westfalen (Enquetekommission III)
Im März 2010 hat die Enquetekommission "zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine effektive Präventionspolitik in Nordrhein-Westfalen" ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Kommission war aufgrund eines Beschlusses des nordrhein-westfälischen Landtags eingesetzt worden, um Präventionsmöglichkeiten bei gewalttätigem und straffälligem Verhalten junger Menschen zu erforschen. Aus diesen Erkenntnissen sollten handlungsleitende Praxisempfehlungen abgeleitet werden.
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10700.pdf
 

Sachsen-Anhalt

Untersuchungshaft in Sachsen-Anhalt
Das Lantag von Sachsen-Anhalt hat am 18. Februar 2010 das Untersuchungshaft-Vollzugsgesetz des Landes verabschiedet, zu dessen Besonderheiten es gehört, dass Untersuchungsgefangenen vergleichbar mit Strafgefangenen ein Taschengeld gewährt wird, wenn eine Bedürftigkeit vorliegt. Zudem erhalten Untersuchungsgefangene im Falle einer Beschäftigung das gleiche Arbeitsentgelt wie Strafgefangene. Erwachsenen Untersuchungsgefangenen stehen monatlich zwei Stunden regulärer Besuchszeit zu, Jugendlichen vier Stunden. Nach dem Bundesland Berlin führt nun auch Sachsen-Anhalt mit dem Gesetz ein, dass Rechtsanwälte und Notare bezüglich der Kontaktmöglichkeiten zu den Inhaftierten den Verteidigern gleichgestellt sind. Zudem wird die Möglichkeit einer Eltern-Kind-Unterbringung eingeräumt. Damit ist Sachsen-Anhalt nach Brandenburg das zweite Bundesland, welches die neueste Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aufgreift, nach der das Recht auf familiären Kontakt mit Kleinkindern bei Vätern nicht weniger stark ausgeprägt ist als bei Müttern.
http://www.asp.sachsen-anhalt.de/presseapp/data/mj/2010/017_2010_44726b79634de3d8200d1034a9b01a2e.htm
 

Sachsen

Erster Bericht zur Lage des Jugendstrafvollzugs in Sachsen
Im April 2010 hat der sächsische Justizminister den ersten Bericht zur Lage des Jugendstrafvollzugs in Sachsen vorgelegt. Der Bericht, der fortan im Zwei-Jahres-Abstand erscheinen soll, informiert über die Umsetzung des Anfang 2008 in Kraft getretenen sächsischen Jugendstrafvollzugsgesetzes. Zum Sichtag des Berichts, dem 1. Januar 2010, waren 367 Personen im sächsischen Jugendstrafvollzug untergebracht. 89,9% davon waren männlichen und 10,1% weiblichen Geschlechts. In der JSA Regis-Breitingen, in der im Wesentlichen die männlichen Jugendstrafgefangenen untergebracht sind, befanden sich rund 80% der Inhaftierten in einer Ausbildung oder arbeiteten. In der für die weiblichen Jugendstrafgefangenen zuständigen JVA Chemnitz waren es 88%.
http://www.justiz.sachsen.de/smj/content/1659.php?page=1&behoerde=1&stichwort=&startdate=2010-01-01&enddate=2010-12-31

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3. Material, Internet, Medien, Presse

Wann kann der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung übernommen werden?
(D) Auf seiner Homepage informiert der Sozialverband Deutschland VdK über die Umstände, unter welchen Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung nicht selbst zahlen müssen.
http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de22973

Das Existenzminimum, wie es die herrschend Besitzenden festlegen
(D) Die aktuelle Broschüre des Komitees für Grundrechte und Demokratie analysiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 und zeigt dessen politischen Konsequenzen auf.
Die Online-Version finden Sie unter der folgenden Adresse:
http://www.grundrechtekomitee.de/sites/default/files/BI-HartzIV.pdf

Chancen erarbeiten - Themenhefte Rechte Szene
(D) Das Projekt "Chancen erarbeiten", welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, zielt darauf ab, die Teilhabe von gering Qualifizierten am Arbeitsmarkt zu verbessern, sowie Weiterbildungsträgern und Unternehmen entsprechende Konzepte dafür zugänglich zu machen.
Im Rahmen des Projektes sind die "Themenhefte Rechte Szene" entstanden, die Empfehlungen liefern, was Pädagogen zur Rechtsradikalismus-Prävention beitragen können und wie der Umgang mit rechten Jugendlichen gelingen kann.
http://www.chancen-erarbeiten.de/download/themenhefte/rechte-szene.html

Handreichung der Polizei für Journalisten
(D) Das durch das "Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes" herausgegebene Handbuch "Kriminalprävention Kompakt" für Journalisten, hat das Ziel, recherchebegleitende Informationen und Tipps zu allen gängigen Themen der Kriminalitätsvorbeugung zu geben um damit die Sicherheit durch eine fundierte kriminalpräventive Berichterstattung zu erhöhen.
Die Handreichung ist aber nicht nur für Journalisten hilfreich.
http://www.polizei-beratung.de/file_service/download/documents/Handbuch_Journalisten+%5B2008_02_14%5D.PDF

Aktion "Stark gegen häusliche Gewalt"
(D) Das Justizministerium in Baden-Württemberg hat eine neue Broschüre herausgegeben, in der über zivilrechtliche Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz informiert wird.
http://www.jum.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1252880/Gewaltschutzbroschuere.pdf

Kriminalstatistik NEU
(Österreich) Im Jahr 2009 wurde in Österreich eine Reform der seit 2001 bestehenden Kriminalstatistik unter Einbeziehung der Wissenschaft beschlossen. Mit der Erarbeitung der Kriminalstatistik NEU wurden das Institut für höhere Studien (IHS) und das Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Wien beauftragt. Seit dem 1. Januar 2010 wird die österreichische Kriminalstatistik auf der Grundlage der wissenschaftlichen Ergebnisse geführt. Im Februar 2010 wurden jetzt die ersten Ergebnisse nach der Umstellung präsentiert.
http://www.bmi.gv.at/cms/SID_Vorarlberg/_news/Aktuelles_BMI.aspx?id=526B5730533445304A48773D&page=1&view=1

4th Draft of the Council of Europe Guidelines on Child-Friendly Justice
(Europa) Unter dem folgenden Link finden Sie die im Januar 2010 veröffentlichten "Draft Guidelines on Child-Friendly Justice" des Ministerkomitees des Europarates:
http://www.coe.int/t/dghl/standardsetting/childjustice/CJ-S-CH%20%20%282010%29%203%20E%20FINAL%20-%204TH%20DRAFT%20COE%20GUIDELINES%20ON%20CHILD-FRIENDLY%20JUSTICE.pdf

Sexual Victimization in Juvenile Facilities Reported by Youth
(USA) Das "Bureau of Justice Statistics" hat im Januar 2010 seinen Bericht zur sexuellen Gewalt im Jugendstrafvollzug in den USA vorgelegt, der sich auf den Zeitraum von Juni 2008 bis April 2009 bezieht.
http://bjs.ojp.usdoj.gov/content/pub/pdf/svjfry09.pdf

Russlands Strafvollzug kämpft gegen seinen schlechten Ruf
(Neue Züricher Zeitung Online) Gemessen an der Bevölkerungszahl hat Russland eine der höchsten Inhaftierungsraten der Welt. Zudem hat der russische Strafvollzug einen schlechten Ruf. Die Behörden bemühen sich um Reformen des Vollzugs, auch in Kooperation mit der Schweiz.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/russlands_strafvollzug_kaempft_gegen_seinen_schlechten_ruf_1.2677257.html

Friedensschlag - Das Jahr der Entscheidung
Auf der Homepage des Films ist über den Film das folgende zu lesen:
Dramatisch und bewegend erzählt "Friedensschlag" von einer Gruppe junger gewaltauffälliger Männer, die in dem einzigartigen Projekt der Work and Box Company vor der entscheidenden Herausforderung stehen: Endstation Knast oder das Einreißen aller Mauern, mit dem Ziel, sich selbst anzunehmen und nach totaler Abkapselung und extremer Aggression wieder Beziehungen und Nähe aufzubauen.
"Friedensschlag" ist ein packender, emotionaler und inspirierender Film über die Verwandlung zerstörerischer Kraft in schöpferische Energie, von Selbsthass in Selbstbewusstsein, vom Verdrängen der eigenen Vergangenheit in Verantwortung für das eigene Leben.

Titel: Friedensschlag - Das Jahr der Entscheidung
Regie: Gerardo Milsztein
Kino Start: 15. April 2010
Länge: 107 min
http://www.friedensschlag.de/

Betrifft Mädchen. Heft 2/2010: Hinter Schloss und ohne Siegel - Mädchen und Strafvollzug
Die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V. ist Herausgeberin der einzigen, bundesweiten pädagogischen Fachzeitschrift "Betrifft Mädchen". Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem Themenbereich Mädchen und Strafvollzug.

Titel: Betrifft Mädchen
Untertitel: Hinter Schloss und ohne Siegel - Mädchen und Strafvollzug
Ausgabe: 23. Jg., H. 2, April 2010
ISSN: 1438-5295
Kosten: 6,50 Euro
Seiten: ca. 98
Datum: 2010
http://www.maedchenarbeit-nrw.de/lag/betrifft-maedchen.html

Gemeinnützige Arbeit statt Strafe
Auf der Homepage des Verlages ist über den Inhalt des Buches das folgende zu lesen:
In diesem Buch wird das für eine qualifizierte Vermittlung von Ersatzfreiheitsstrafenschuldnern in gemeinnützige Arbeit notwendige Wissen bereitgestellt. Im Mittelpunkt steht die detaillierte Vorstellung eines erprobten Praxismodells. Angesprochen werden darüber hinaus unter anderem Fragen der Finanzierung, Kooperationen, fachliche Standards, Besonderheiten in den einzelnen Bundesländern sowie Argumentationshilfen für eine Kostenerstattung. Trägern, die Einsatzmöglichkeiten anbieten möchten, werden die Potenziale der gemeinnützigen Arbeit aufgezeigt.
Viele Gründe sprechen dafür, durch das Anbieten und Vermitteln von gemeinnütziger Arbeit den Betroffenen eine Möglichkeit zu eröffnen, Haft zu vermeiden. Denn auch kurze Haftstrafen bringen Folgeprobleme für die Betroffenen, ihre Familienangehörigen und Kinder mit sich und es besteht die Gefahr, dass die Betroffenen dadurch in soziale Randständigkeit abgedrängt werden. Im Buch wird aufgezeigt, wie gemeinnützige Arbeit ausgestaltet werden muss, um wirksam der Ausgrenzung von Personen und Familien entgegenzuwirken.

Titel: Gemeinnützige Arbeit statt Strafe
Autoren: Gabriele Kawamura-Reindl, Richard Reindl
Hrsg: Katholische Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe
ISBN: 978-3-7841-1968-7
Kosten: 14,50 Euro
Seiten: 94
Datum: 2010
http://www.lambertus.de/pages/print00936.htm

Geschlossene Häuser - Historische Studien zu Institutionen und Orten der Separierung, Verwahrung und Bestrafung
Der Leipziger Universitätsverlags hat eine neue Schriftenreihe zu Institutionen und Orten der Separierung, Verwahrung und Bestrafung in sein aktuelles Programm aufgenommen:

Titel: Orte der Verwahrung
Untertitel: Die innere Organisation von Gefängnissen, Hospitälern und Klöstern seit dem Spätmittelalter
Hrsg: Gerhard Ammerer, Arthur Brunhart, Martin Scheutz, Alfred Stefan Weiß
ISBN: 978-3-86583-356-3
Kosten: 39,00 Euro
Seiten: 366
Datum: 2010
http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,955

Titel: Strafanstalt und Geschlecht
Untertitel: Geschichte des Frauenstrafvollzugs im 19. Jahrhundert (Baden und Preußen)
Auror: Sandra Leukel
ISBN: 978-3-86583-420-1
Kosten: 49,00 Euro
Seiten: 349
Datum: 2010
http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1002

Titel: Hinter Gittern
Untertitel: Zur Geschichte der Inhaftierung zwischen Bestrafung, Besserung und politischem Ausschluss vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Hrsg: Silke Klewin, Herbert Reinke, Gerhard Sälter
ISBN: 978-3-86583-232-0
Kosten: 24,00 Euro
Seiten: 297
Datum: 2010
http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,977

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4. Termine im Mai 2010 / Ausschreibungen

Seminar: Psychologie und Risikosignale bei Amokläufen
Veranstalter: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement, Hoffmann und Hoffmann GbR
Termin: 03.05. - 04.05.2010
Ort: Frankfurt/Main
email: info@i-p-bm.de
Homepage: http://www.i-p-bm.de

Seminar: Aktuelle leistungsrechtliche Fragen des SGB II
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Termin: 03.05. - 05.05.2010
Ort: Berlin
email: veranstaltungen@deutscher-verein.de
Homepage: http://www.deutscher-verein.de

Seminar: Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen
Veranstalter: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement, Hoffmann und Hoffmann GbR
Termin: 06.05. - 07.05.2010
Ort: Frankfurt/Main
email: info@i-p-bm.de
Homepage: http://www.i-p-bm.de

Seminar: Sokratische Prinzipien in der Gesprächsführung
Veranstalter: DBH Bildungswerk, DBH e.V. - Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik
Termin: 07.05. - 08.05.2010
Ort: Immenhausen-Mariendorf
email: kontakt@dbh-online.de
Homepage: http://www.dbh-online.de

Seminar: Gewaltprävention - Umgang mit jugendlichen Gewalttätern
Veranstalter: Holimed und Institut für deliktbezogene Täterarbeit - IDT
Termin: 07.05. - 09.05.2010
Ort: Rügen
Homepage: http://www.holimed-fortbildungsservice.de/veranstaltungen/

Seminar: Distanz und Nähe
Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland
Termin: 08.05.2010
Ort: Düsseldorf-Kaiserswerth
email: b.johan@diakonie-rwl.de
Homepage: http://www.diakonie-rwl.de

Tagung: 15. Deutscher Präventionstag 2010 - Bildung - Prävention - Zukunft
Veranstalter: DPT - Deutscher Präventionstag" gemein-nützige Gesellschaft mbH
Termin: 10.05. - 11.05.2010
Ort: Berlin
Homepage: http://www.praeventionstag.de/nano.cms/de/15-DPT-Startseite

Seminar: Deutschland, Europa und die Welt - Mobilität als Chance für benachteiligte Jugendliche
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Termin: 10.05. - 12.05.2010
Ort: Bildungsstätte Steinbach
email: veranstaltungen@deutscher-verein.de
Homepage: http://www.deutscher-verein.de

Tagung: Why do prisoners have rights? - The lessons of our history
Veranstalter: University of Liverpool School of Sociology and Social Policy in association with Democratic Audit
Termin: 13.05.2010
Ort: Liverpool, UK
Homepage: http://www.liv.ac.uk/ssp/Rathbone_lecture_posters_2010.pdf

Tagung: Offene Spielräume - Der gegenseitige Nutzen von Jugendfarmen und Schulen
Veranstalter: Evangelische Akademie Bad Boll
Termin: 17.05. - 18.05.2010
Ort: Bad Boll
Homepage: http://www.ev-akademie-boll.de

Seminar: Perspektiven für eine gewaltfreie Schule - Projekte und Konzepte
Veranstalter: Katholische Akademie Trier
Termin: 17.05. - 19.05.2010
Ort: Trier
email: anmeldung.kat@bistum-trier.de
Homepage: http://www.kath-akademie-trier.de

Seminar: Aktuelle Fragen des Sozialhilferechts
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Termin: 17.05. - 19.05.2010
Ort: Weimar
email: veranstaltungen@deutscher-verein.de
Homepage: http://www.deutscher-verein.de

Tagung: Interkulturelle Kompetenz für die Arbeit mit straffälligen jungen Menschen mit Migrationshintergrund
Veranstalter: Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V., DVJJ
Termin: 17.05. - 19.05.2010
Ort: Schwerte
email: tschertner@dvjj.de
Homepage: http://www.dvjj.de/veranstaltung.php?artikel=1071

Tagung: Forum KI - Kriminalistisches Institut
Veranstalter: Bundeskriminalamt
Termin: 19.05. - 20.05.2010
Ort: Wiesbaden
Homepage: http://www.bka.de/kriminalwissenschaften/kiforum/kiforum_2010_programm.pdf

Seminar: Sozialleistungen für Ausländerinnen und Ausländer
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Termin: 19.05. - 21.05.2010
Ort: Weimar
email: veranstaltungen@deutscher-verein.de
Homepage: http://www.deutscher-verein.de

Tagung: Urban Nightlife - Transgression and Governance
Veranstalter: Journée d’étude - GERN/Groupe Européen de Recherche sur les Normativités, Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie e.V. (GiwK), Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Termin: 20.05. - 21.05.2010
Ort: Berlin
Homepage: http://www1.uni-hamburg.de/giwk/dateien/nightlife.pdf

Tagung: Fachtag "Russische Variationen" - Kultursensible Straffälligenhilfe
Veranstalter: Haus Nordpark, Ev. Johanneswerk e.V.
Termin: 25.05.2010
Ort: Bielefeld
email: susanne.haber@johanneswerk.de
Homepage: http://www.johanneswerk.de/

Tagung: 15. Suchttherapietage in Hamburg - Schwerpunktthema: Sucht und Gewalt
Veranstalter: Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung ZIS
Termin: 25.05. - 28.05.2010
Ort: Hamburg
Homepage: http://www.suchttherapietage.de

Tagung: CEP General Assembly (GA) and the traditional conference after the GA
Veranstalter: European Organisation for Probation (CEP)
Termin: 27.05. - 29.05.2010
Ort: Malaga, Spanien
Homepage: http://www.cepprobation.org

Tagung: 4. Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie - Kinder- und Jugendkriminalität
Veranstalter: Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien
Termin: 28.05.2010
Ort: Wien, Österreich
email: office@iec-management.at

Seminar: Wege aus dem Schuldenturm - Schuldnerberatung als integraler Bestandteil der Straffälligenhilfe
Veranstalter: DBH Bildungswerk, DBH e.V. - Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik
Termin: 31.05. - 01.06.2010
Ort: Frankfurt
email: kontakt@dbh-online.de
Homepage: http://www.dbh-online.de

Tagung: Organisierte Kriminalität: "Unfassbare" Kriminalität und ihre wirksame Bekämpfung
Veranstalter: Katholische Akademie Trier
Termin: 31.05. - 02.06.2010
Ort: Trier
email: anmeldung.kat@bistum-trier.de
Homepage: http://www.kath-akademie-trier.de

International Juvenile Justice Observatory: Fourth International Conference
Call for papers
Die vierte internationale IJJO-Konferenz, "Building integrative juvenile justice systems: Approaches and methodologies regarding mental disorders and drugs misuse", findet vom 9. bis 10. November in Rom statt.
Wenn Sie Interesse haben, ein Paper einzureichen, ist das bis zum 28. Mai 2010 unter der folgenden E-Mail-Adresse:
roma2010@oijj.org
möglich.
Einzelheiten sind unter dem folgenden Link zu finden:
http://www.oijj.org/plantilla.php?pag=091203&idioma=en

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