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BAG-S Newsletter 1 Januar 2010

BAG-S Newsletter Januar 2010

 

Feuerwerk

 

Ein glückliches und gesundes neues Jahr 2010!

 

Inhalt:

1. Arbeit, Soziales und Gesundheit
2. Internationales
3. Aus den Bundesländern
4. Material, Internet, Medien, Presse
5. Termine im Januar 2010 / Ausschreibungen



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1. Arbeit, Soziales und Gesundheit

Bericht Soziale Mindestsicherung in Deutschland 2007 erschienen
Im Jahr 2007 war rund jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Der Mindestsicherungsbericht stellt die aktuellen Fallzahlen, Strukturen und Ausgaben der verschiedenen Mindestsicherungssysteme in Deutschland für das Berichtsjahr 2007 in den Blickpunkt.
http://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,sfgsuchergebnis.csp&action=newsearch&op_EVASNr=startswith&search_EVASNr=228

VdK befürchtet zunehmende Armut durch die Wirtschaftskrise
Der Sozialverband VdK bewertete die veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Armutsgefährdung als "beunruhigend" und befürchtet zunehmende Armut durch die Wirtschaftskrise.
http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de22317

Suchtmedizinische Versorgung: Entschiedenes Handeln notwendig
Im Deutschen Ärzteblatt wird über zwei neuere Untersuchungen berichtet, die zum einen ein alarmierendes Bild zur suchtmedizinischen Versorgung opiatanhängiger Gefangener zeichnen und zum anderen Auskunft über die Anzahl der aktuellen/ehemaligen intravenösen Drogenkonsumenten und drogenassozierten Infektionserkrankungen wie beispielsweise HCV und HIV geben.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=66629

Konstanzer Moralforscher entwirft ersten Moraltest - Konstanzer Dilemmadiskussion
An einer zweijährigen Studie im Untersuchungsgefängnis Berlin Moabit haben sich dreißig Häftlinge beteiligt. Sie diskutierten über moralische Fragen wie Folter oder Schwarzarbeit. Das Ergebnis der Studie scheint verblüffend, denn die Forscher waren davon ausgegangen, dass maximal der Rückgang der moralischen Urteilskraft im Gefängnis aufgehalten werden kann. Die Studie hat jedoch gezeigt, dass die Urteilsfähigkeit der Häftlinge durch Diskussionen sogar noch verbessert werden kann.
http://www.ad-hoc-news.de/schulen-konstanzer-moralforscher-entwirft-ersten-moraltest--/de/Regional/Berlin/20398642

Überprüfungsanträge zu den Regelleistungen
Harald Thomé hat in seinem Newsletter vom 1.12.2009 darauf aufmerksam gemacht, dass es ihm dringend erscheint, eine breitere Kampagne zu entwickeln, damit SGB II/SGB XII–Bezieher für derzeit aktuelle Bescheide Widersprüche und für die Vergangenheit Überprüfungsanträge einlegen. Sollte das Bundesverfassungsgericht die Regelleistungen rückwirkend für verfassungswidrig erklären oder zu der Auffassung kommen, dass Teile des Kindergeldes nicht hätten angerechnet werden dürfen, bekommen nur diejenigen Gelder nachgezahlt, die einen Widerspruch gegen die laufenden Leistungen und einen Überprüfungsantrag für die Vergangenheit nachweislich eingelegt bzw. gestellt haben.
Überprüfungsanträge, Widersprüche und Bedienungsanleitung finden Sie unter der folgenden Adresse:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2009/Rueckwirkend_Ansprueche_Sichern.aspx

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2. Internationales

Oberster Gerichtshof in Israel schiebt der Privatisierung von Gefängnissen einen Riegel vor
Der Oberster Gerichtshof sieht durch Privatisierungsbestrebungen im Strafvollzug die Grundrechte der Häftlinge gefährdet und Juristen sehen in dieser Entscheidung einen Präzedenzfall für andere Länder.
Ein von Privatunternehmern geführtes Gefängnis würde den Grundrechten der Häftlinge und deren persönlicher Freiheit und Menschenwürde ernstlichen Schaden zufügen, heißt es in der Urteilsbegründung des Obersten Gerichtshofes.
http://derstandard.at/1256745336517/Gefaengnisprivatisierung-ist-abgesagt

Alterskriminalität in Japan
Deutsch-Japanische-Gesellschaft in Saarbrücken - Unter der folgenden Adresse finden Sie den Festvortrag von Professor Ida der juristischen Fakultät der Keio Universität Tokyo, den er anlässlich seiner Ehrenpromotion am 30.10.2009 an der Universität des Saarlandes zum Thema der Alterskriminalität in Japan gehalten hat.
http://www.djg-saarbruecken.de/PDF-Dateien/AlterskrimendVers091029.pdf

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3. Aus den Bundesländern

Brandenburg

Resozialisierungsgesetz im Land Brandenburg
Im Koalitionsvertrag der neu gebildeten Regierung von SPD und Linke in Brandenburg steht, dass die Koalition die Erarbeitung eines Resozialisierungsgesetz prüft. Zudem soll die Justiz beim Opferschutz, beim Umgang mit Tätern sowie bei Prävention und Hilfe stärker mit bestehenden Netzwerken kooperieren. Auch die Bildung bzw. der Ausbau von Netzwerken, in denen sich Opfer zusammenschließen, soll unterstützt werden.
http://www.spd-fraktion.brandenburg.de/pdf/144.pdf

Nordrhein-Westfalen

Präventionsatlas Nordrhein-Westfalen
Der Präventionsatlas ist ein Wegweiser zu den kriminalpräventiven Gremien in Nordrhein-Westfalen und enthält eine erste Bestandsaufnahme von insgesamt 587 Gremien. Der Präventionsatlas soll dabei helfen, bestehende Netzwerke zu finden und Ideen für neu einzurichtende Gremien zu entwickeln. Zudem soll er über die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs zur Optimierung der eigenen Netzwerkarbeit anregen.
http://www.polizei-nrw.de/praeventionsatlas/GremienKatalog.pdf

CDU-Positionspapier zur Inneren Sicherheit in NRW
Die CDU-Landtagsfraktion spricht sich u.a. dafür aus, nach dem Vorbild anderer Bundesländer eine "Sexualstraftäter-Datei" in NRW einzurichten, die mit denen anderer Länder vernetzt werden soll, um so bundesweit gesammelte Informationen nutzbar zu machen.
Das Positionspapier "Sicher leben in Nordrhein-Westfalen" ist auf der Klausurtagung der Fraktion am 23. und 24. November verabschiedet worden.
http://www.cdu-nrw-fraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF/Beschluesse/PosPap_IS_ENDVERSION.pdf

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4. Material, Internet, Medien, Presse

Partially Identified Treatment Effects under Imperfect Compliance: The Case of Domestic Violence
(D) Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) - Discussion Paper: IZA DP No. 4565
During the 1980s a set of randomized experiments were carried out to determine the usefulness of a mandatory arrest policy for domestic assault offenders. The first of these was the Minneapolis Domestic Violence experiment (MDVE), which was carried out in 1981. This paper re-examines the data from the MDVE and uses the recent literature on partial identification to determine the implications for a mandatory arrest policy for domestic assault offenders today.
http://ftp.iza.org/dp4565.pdf

Willst Du kriminell werden?: Verschiedene Blicke auf das Thema Jugendkriminalität
(D) Eine aktuelle Veröffentlichung des Forums Politik und Gesellschaft der Friedrich Ebert Stiftung fokusiert das Thema Jugendkriminalität unter unterschiedlichen Blickwinkeln.
http://library.fes.de/pdf-files/do/06818.pdf

Risiko und Sicherheit - Prognose, bedingte Entlassung und Übergangsmanagement
(D) Am 21. und 22.10.2009 veranstaltete der Lehrstuhl für Kriminologie der Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Mecklenburg-Vorpommern und der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) eine Tagung zu aktuellen Problemen der Kriminalprognose und des Übergangsmanagements.
Vortragsmanuskripte und Präsentationen können nun auf der folgenden Homepage eingesehen und heruntergeladen werden:
http://www.rsf.uni-greifswald.de/duenkel/vermischtes/tagungen/tagung-2009.html

Menschenrechtsprojekt JURISTRAS
(D) Das durch die EU geförderte Menschenrechtsprojekt JURISTRAS beschäftigt sich mit dem Einfluss der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) auf die Politik und Gesetzgebung.
Den aktuellen Projektbericht finden Sie als Online-Veröffentlichung unter:
http://www.juristras.eliamep.gr/wp-content/uploads/2008/09/germany.pdf

Online-Beratung informiert über freiwilliges Engagement
(D) Der Deutsche Caritasverband hat in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen-Zentren im Dezember 2009 ein Online-Beratungsportal für Menschen gestartet, die sich für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement interessieren. Unabhängig von den Öffnungszeiten von Freiwilligen-Zentren oder vom eigenen Wohnort können Informationen und Fakten zum Ehrenamt und zum Freiwilligendienst im Inland wie auch Ausland abgefragt werden. Die Online-Beratung unterstützt einen niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten des freiwilligen Engagements und hilft, erste Informationen vor der Kontaktaufnahme mit einem Freiwilligen-Zentrum bzw. einer Beratungsstelle für Ehrenamt und Freiwilligendienste zu erhalten.
Die Online-Beratung finden Sie unter der folgenden Adresse:
http://www.beratung-caritas.de/index.php?id=494

Elefant auf der Stirn, Waschmaschine auf dem Rücken
(Mindener Tageblatt) Resozialisierungshilfe der besonderen Art: Das Justizkrankenhaus in Fröndenberg bietet Tattoo-Entfernung als kostenlosen Service an.
http://www.mt-online.de/magazin/journal/3193700_Elefant_auf_der_Stirn_Waschmaschine_auf_dem_Ruecken.html

Warum ich gern Gefängnisdoktor bin!
(Medical Tribune) Ein Bericht über Josef Bausch-Hölterhoff, der Arzt im Strafvollzug ist und im Kölner Tatort die Rolle des Gerichtsmediziners Dr. Joseph Roth verkörpert.
http://www.justiz.nrw.de/Justizvollzug_News/archiv/gefaengnisdoktor/artikel_medical_tribune.pdf

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5. Termine im Januar 2010 / Ausschreibungen

Tagung: Was machen wir bloß mit denen? So genannte Problemgruppen im System Jugendstrafrecht
Veranstalter: Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ), Evangelische Akademie Bad Boll, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN)
Termin: 15.01. - 17.01.2010
Ort: Bad Boll
Homepage: http://www.ev-akademie-boll.de

Seminar: Krisenteams an Schulen
Veranstalter: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement
Termin: 18.01. - 19.01.2010
Ort: Frankfurt/Main
Homepage: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/index.php?article_id=187&clang=0

Seminar: Neue Medien und Jugendgewalt - Killerspiele, Internet und Co
Veranstalter: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement
Termin: 20.01. - 21.01.2010
Ort: Frankfurt/Main
Homepage: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/index.php?article_id=137&clang=0

Tagung: 9th International Investigative Psychology Conference: Understanding Criminal Action and its Perpetrators: Towards Psychological and Social Science Contributions to Investigations and the Courts
Veranstalter: The International Academy for Investigative Psychology in collaboration with London Southbank University and the International Research Centre for Investigative Psychology (IRCIP)
Termin: 21.01. - 22.01.2010
Ort: London, UK
Homepage: http://www.ia-ip.org/temp/

Seminar: Gewalttätige Mädchen
Veranstalter: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement
Termin: 27.01. - 28.01.2010
Ort: Frankfurt/Main
Homepage: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/index.php?article_id=416&clang=0

Seminar: Europäisches Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
Termin: 28.01. - 29.01.2010
Ort: Berlin
email: info@deutscher-verein.de
Homepage: http://www.deutscher-verein.de/03-events/2010/gruppe6/f-608-10/

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V.i.S.d.P.: Gabriele Scheffler

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